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New York erzählt Concordias Geschichte – CYD Santa Maria

Hallo,

mein Name ist New York, aber meine beste Freundin Virginia nennt mich Yorkie. Heute bin ich dran mit dem Geschichten erzählen. Und es ist wirklich ein Wunder, dass ich dazu in der Lage bin, wenn man meinen schlechten Zustand letzten Sommer bedenkt.

Damals mussten sie mir sogar meinen Hals mit einem Luftröhrenschnitt öffnen, denn ich bekam keine Luft mehr. Gott sei Dank bliebt mein kleiner „Diener“ Virginia für zwei Monate Tag und Nacht bei mir. Denn als alle dachten, es ging mir gut, hatte ich einen zweiten, noch schlimmeren Anfall – und sie hat mir mein Leben gerettet!

Erfolgreiches Turnierpferd, das keiner mehr will

Ich war ein mal ein großer Champion. Doch dann wurde ich auf einem Auge blind und bekam Herzprobleme – so wurde ich ein Schutzhofpferd. Warum halten uns die Leute immer noch für „Reitmaschinen“, anstatt für echte Haustierfreunde?

Das Leben eines Turnierpferdes endet häuft böse! Wenn du jung bist und gut arbeitest, bekommst du all die Liebe und Aufmerksamkeit, von der du nur träumen kannst. Aber dann, wenn du eine Grenze überschritten hast, wirst du verkauft. Möglicherweise an einen jüngeren Reiter, der weiterhin Spaß hat, dich zu reiten. Wieder hörst du das Publikum applaudieren und bekommst deine Möhre als Belohnung … Ja, ein Turnierpferd lebt in einer Traumwelt, verehrt seinen Reiter und denkt, dass das Leben wundervoll ist … und es gibt immer sein Bestes. Niemand fragt die je, ob du heute Lust hast, geritten zu werden, ob dir etwas weh tut oder ob du schlecht geschlafen hast … Wir sind immer da, warten, bereit fürs Training …

Viele verkaufen dich an einen Händler oder an eine Reitschule, und du verbringst deine alten Tage damit, auf den Applaus zu warten, den du nie wieder hörst …

Alte Pferde bitte nur in gute Hände …

Bitte, liebe Freundin, wenn du deinen „alten“ Pferdefreund verkaufen willst, sei immer sicher, dass du ihn an gute, aufrichtige Leute verkaufst. Ich weiß, es ist schwer, sich zu verabschieden, aber ein freundlicher Abschied ist besser als dein Pferd ein grauenhaftes Leben auf Jahre hinweg zuzumuten.

Da ich glaube, dass ich eins der glücklichsten Pferde der Welt bin und weiß, dass ich immer geliebt werde, möchte ich euch meine zweibeinigen Freunde vorstellen (Vögel nicht mitgezählt ;) ) Angefangen mit derjenigen, die am lautesten schreien kann!

Concordias Geschichte

Concordia war immer mit Pferden zusammen und hatte ihr erstes mit nur vier Jahren. Niemand aus ihrer Familie hatte Interesse an Pferden, aber ihre Eltern liebten Hunde. Doch das einzige, was dieses wilde kleine Mädchen ruhig gestellt hat, war das Wort „Pferd“. Nach vier Jahren Bitten und Jammern entschieden ihre Eltern, ihr ein Pferd zu kaufen: Sigana. Danach war ihr ganzes Leben den Pferden gewidmet, auf die eine oder andere Weise. Als Turnierreiter, Turnierrichter, Lehrer … bis sie einen Mann aus Málaga kennenlernte. Und da er ihr zukünftiger Ehemann wurde, wollte sie wissen, wo er geboren wurde. Das war das Ende und der Anfang von allem!

Concordia konnte nicht glauben, wie fürchterlich die Pferde in Andalusien – das liegt in Südspanien – leiden müssen. All diejenigen, die keine großen Stars waren. Es gab kein Gesetz, das sie beschützt hat und sie wurden ohne jegliches Mitleid brutal gequält. Damals gab es nicht mal Tierheime für Hunde – und Heime für Pferde existierten schon gar nicht.

Gründung von Schutzhof CYD Santa Maria

Nach ein paar weiteren Turnieren konnte Concordia nicht mehr wegsehen und sie entschied, ihr Leben umzukrempeln. Sie hat alles verkauft, was sie besessen hat und kaufte einen Ort, der ihr erstes Pferdeschutzhof in Andalusien wurde … der Ort, der heute der größte in Spanien ist – „CYD Santa María“.

Sie hat auch einen Verband gegründet, der neben dem Zentrum arbeitet und die Kriminellen anzeigt, die Pferde falsch behandeln. So ging es nicht nur darum, ein paar Pferde zu retten. Die Idee war, tausende zu retten (sie hatte Erfolg!) – durch neue Gesetze und indem man die Denkweise der Menschen änderte!

Das Ergebnis: Obwohl arm wie eine Kirchenmaus, ist Concordia der glücklichste Mensch der Welt! Aber sie gibt zu, dass sie jeden Morgen mit dem Gedanken beginnt: „Was mach ich hier? Heute mach ich das zum letzten Mal!“ Und das denkt sie, bis sie einem von uns in die Augen schaut.

Und wenn die Nacht hereinbricht, egal wie hart der Tag war, egal wie schmerzhaft, egal wie ärgerlich … leuchten ihre Augen, und sie lächelt – nicht nur nach außen, nein, sogar ihre Seele lächelt. Und sie weiß … sie wird uns nie verlassen. Sie wird niemals die tausenden Pferde und Ponys verlassen, die immer noch auf Rettung warten … Sie wird nie aufgeben!

Aber Concordia schafft das nicht alles alleine … so bekam meine geliebte Freundin Virginia ihren Auftritt … In Concordias schlimmstem und schwierigstem Moment kam der „Engel“ ihrer Familie, ihre Schwester, und rettete sie!!!

Fortsetzung folgt!

Viele Grüße von New York

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