Kennst du die wichtisten Giftpflanzen? Achtest du darauf, dass auf der Weide oder im Umkreis des Stalls keine giftigen Pflanzen wachsen? Und kontrollierst du ständig, dass keine Scherben herumliegen oder spitze Kanten in der Box sind? Wenn du das alles machst – Respekt. Du bist eine sehr bemühte Reiterin! Dir liegt das Wohl deines Pferdes am Herzen. Doch es gibt eine Gefahr, derer ist man sich nur selten bewusst. Die Rede ist vom Gift – vom Unkrautvernichtungsmittel ebenso wie dem Schneckengift.
Auch wenn heutzutage viele Wiesenränder und Straßen gemäht werden: Die Giftspritze kommt doch immer mal wieder zum Einsatz, und nicht immer bemerkt man es sofort. So sieht das Gras am Ackerrand an einem Tag noch saftig grün aus, und am liebsten würdest du dein Pferd grasen lassen. Am nächsten Tag ist es verdorrt … Dank eines Pflanzengiftes.
Deshalb solltest du sehr genau darauf achten, wo du dein Pferd bei Ausflügen grasen lässt. Aber auch Schneckenkorn oder Rattengift sind gemeine und sehr gefährliche Mittel. Schließlich sollen sie ja auf die sogenannten “Lästlinge” tödlich wirken. So enthält Schneckengift als Grundlage Kleie. Rein theoretisch sollte sich ein Pferd nicht an ein paar Krümeln Gift vergiften … ABER es kommt immer wieder vor, dass diese Produkte nicht sachgerecht gelagert oder angewendet werden. So kann es passieren, dass Pferde vom Geruch (manchmal auch Geschmack) angelockt werden und so viel zu sich nehmen, dass es tödlich endet.
Gift, egal welcher Art, sollte stets gut verschlossen und deutlich gekennzeichnet sein und nicht in der Futterkammer gelagert werden! Ebenso sollte die Gebrauchsanweisung intensiv gelesen und beim entsprechenden Produkt dazugelegt werden. Wenn Gift zum Einsatz kommt, sollte das nie und nimmer in der Reichweite eines Pferdes passieren.
Auch solltest du Weidenränder sicherheitshalber nach kleinen, unbekannten Fremdkörnern absuchen. Denn manchmal passiert es, dass der Landwirt beim Bearbeiten seiner Flächen auch die benachbarte Weide mit erwischt … Da ist es hilfreich, einen guten Kontakt mit den umliegenden Landwirten zu pflegen.
Wenn du nun aufgeschreckt wurdest, solltest du einen Blick in die aktuelle „PEGASUS – freizeit im sattel“ werfen. Der Beitrag “Lebensgefahr fürs Pferd” ist lesenswert!