Denkst du bei dem Stichwort „Frankreich“ gleich an die weißen Pferde in der Camargue? Die halbwild in den Sümpfen der Camargue leben und angeblich nur existieren, damit Touristen ein romantisches Fotomotiv haben?
Oder kannst du die unzähligen Kaltblutrassen aufzählen, die in den vielen französischen Staatsgestüten leben? Da gibt es zum Beispiel den eher unbekannten Comtois, den recht bekannten Ardenner und die Bretonen. Bekannt sind natürlich auch die Warmblutrassen Selle Francais, oder Anglo Araber, die auch international für Aufsehen sorgen.
Hast du schon von dem lebenden Pferdemuseum Chantilly gehört? Es existiert schon seit 1982 und verzaubert die Besucher mit wunderschönen Vorführungen. Dabei kommen nicht nur die „typischen“ französischen Rassen zum Einsatz, sondern auch Schwarzwälder Füchse oder Lusitanos. Alle zwei Jahre werden neue Shows zusammengestellt, die jedesmal unter einem anderen Thema stehen.
Vorgeführt werden diese Shows im Marstall, der zum Schloss Chantilly gehört. Der Bourbonen-Prinz Louis-Henry VII ließ sich diesen prächtigen Stall erbauen, weil er der festen Ansicht war, als Pferd wiedergeboren zu werden. Und damit er dann standesgemäß leben kann … Kannst du dir vorstellen, dass in den beiden Stallflügeln bis zu 240 Pferde untergebracht werden konnten?
Also, falls du dich mal nach Paris verirrst: Das Schloss Chantilly liegt knapp 50 Kilometer von der französischen Hauptstadt entfernt. Und selbst falls du in nächster Zeit keine Reise planst, dann solltest du zumindest einen Blick in die Oktober-Ausgabe der Zeitschrift CAVALLO werfen. Dort wird das lebende “Pferdemuseum” ausführlich vorgestellt.
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